Kirche in der Region Mönchengladbach
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Rahmenprogramm zur Heiligtumsfahrt Mönchengladbach

Der Knabenchor der evangelischen Kantorei stimmt in einem Konzert auf die Heiligtumsfahrt ein.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 20/2014

Jede Menge Musik liegt in der Luft

Liturgische Musik, Jazz, Kölsches Liedgut und Orgelklänge sind bei der Heiligtumsfahrt zu hören

Das Musikprogramm der Heiligtumsfahrt bietet für jede Altersklasse und jeden Geschmack etwas. Dabei wird dem ökumenischen Aspekt in besonderer Weise Rechnung getragen: Auch die evangelischen Nachbargemeinden bringen sich aktiv in das Programm ein.

Ein evangelischer Knabenchor singt in der katholischen Münsterbasilika und der Münsterchor gibt ein Konzert in der evangelischen Christuskirche – verkehrte Welt in Mönchengladbach? Nein, gut ein halbes Jahr nach Unterzeichnung der Ökumenischen Satzung zeigen die beteiligten Gemeinden, dass sie es ernst meinen. Und die Heiligtumsfahrt ist eine gute Gelegenheit dafür. „Der Münsterchor singt in der evangelischen Christuskirche“, sagt Heiligtumsfahrt-Geschäftsführer Albert Damblon lächelnd. „Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.“

Für sein Festkonzert hat der Münsterchor unter Leitung von Klaus Paulsen die Kantate „Schmücke dich, o liebe Seele“  und das Te Deum von Jan Dismas Zelenka ausgesucht. „Bach setzt sich in der Kantate mit der Realpräsenz Jesu im Abendmahl auseinander“, erklärt Paulsen. „Das ist das verbindende Element von katholischen und evangelischen Christen.“ Schon in den Tagen vor Beginn der Heiligtumsfahrt stimmen festliche Konzerte auf das große Glaubensfest ein. Am Sonntag, 25. Mai, wird Pfarrer Harald Josephs mit seiner Gruppe „Kölsch-Katholisch“ kölsche Klänge in das Münster bringen. Unter dem Titel „Was mir heilig ist – wat mich hellisch is“ machen die Geistlichen schwungvoll Lust auf den Glauben und zeigen, dass die christliche Lehre vor allem lebensbejahend ist.

 

Ein musikalisches Zeichen der Verbundenheit

Am 1. Juni ist die evangelische Kantorei der Hauptkirche Rheydt mit einem Chor- und Orchesterkonzert im Münster zu Gast. Mit dabei ist auch der Knabenchor, den Udo Witt aufgebaut hat. Dass auf dem Programm der von Telemann vertonte Psalm 117 „Laudate Jehovam omnes gentes“ steht, freut Kantor Paulsen besonders. „Wir sind dankbar für das Zeichen der Verbundenheit“, sagt er. „Musik ist ein Bindeglied, das das Trennende zwischen Konfessionen und Religionen überwindet. In der Musik gibt es keine Grenzen, sie verbindet.“ Das zeigt auch das große Chorprojekt, für das die Kirchenchöre der Stadt derzeit fleißig proben. Wie sich die über 400 Sänger zusammen anhören, ist beim Abschlussgottesdienst an Fronleichnam zu erleben. Unter freiem Himmel werden sie auf dem Geroplatz den Gottesdienst musikalisch gestalten. Dabei wird auch das extra für die Heiligtumsfahrt komponierte Lied zu hören sein.

„Für jeden Geschmack ist etwas dabei“, sagt Albert Damblon. Das gilt nicht nur für die Kinder- und Jugendgottesdienste, die von den Teilnehmern selbst gestaltet werden, und das tägliche Abendlob. Auch Freunde des Jazz und Gospel werden bei der Heiligtumsfahrt bedacht. Walter Maaßen bringt mit seiner Borderland Jazzband Schwung ins Münster. Welche Jazz-Qualitäten Bach in seiner Musik hat, zeigt die Gruppe Falk & Sons. Unter dem Titel „Celebrate Bach und Toccata“ bietet das Trio seinen Zuhörern einen neuen Zugang zu der Musik des Komponisten an.

Falk & Sons spielen in der Klosterkirche St. Barbara

Namensgeber Dieter Falk ist ein mehrfach ausgezeichneter Keyboarder und hat schon mit Musikgrößen wie Patricia Kaas, Paul Young und Nazareth zusammengearbeitet. „Celebrate Bach“ war das erste Projekt, das er gemeinsam mit seinen beiden Söhnen machte. „Toccata“ ist das Folgeprojekt.

www.heiligtumsfahrt.de


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 18.05.2014

 
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