Kirche in der Region Mönchengladbach
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Bäckeirein in Jüchen und Mönchengladbach beteiligen sich an der bistumsweiten Solibrot-Aktion von Misereor

Bei Bastian Lenders ist die Spendenbox prominent auf der Verkaufstheke positioniert worden. Das gelbe Schild fällt sofort auf und regt viele Kunden an zu spenden.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 09/2013

Hilfe kann auch gut schmecken

In Jüchen und Mönchengladbach nehmen zahlreiche Bäcker an der Misereor-Aktion „Solibrot“ teil

Bäckereien in Jüchen und Mönchengladbach machen seit mehreren Jahren in der Fastenzeit die Aktion „Solibrot“. Die beteiligten Bäcker haben dafür extra ein Brot entwickelt, von dessen Verkaufserlös ein Teil gespendet wird, oder stellen eine Spendenbox an die Verkaufstheke.

Das runde, knusprig aussehende Brot auf den Plakaten und Flyern für die Aktion „Solibrot“ haben die Chefs der Bäckerei Weyers angeregt, ein ähliches Brot für die Aktion auszuwählen. „Es sollte ein Wiedererkennungseffekt da sein“ ,sagt Sebastian Weyers, Junior-Chef der glerichnamigen Bäckerei. Jedes Jahr beteiligt sich das Unternehmen seines Vaters in der Fastenzeit an einer Spendenaktion. Im Internet hat der 19-Jährige, der zurzeit in der Meister-Ausbildung ist, nach geeigneten Projekten gesucht und stieß dabei auf „Solibrot“. „Wir haben dafür ein Brot gewählt, dass möglichst beliebt ist, damit viele Spenden zusammenkommen“, sagt Weyers. 70 Prozent Roggen und 30 Prozent Weizen sind in den runden Brotlaiben enthalten. Pro verkrauftem Brot werden 25 Cent gespendet.
Den Ausschlag, sich für die Misereor-Aktion zu entscheiden gab auch das Engagement von Ursula Klaff. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Eine-Welt-Ladens in Jüchen hat bei den Bäckern in der Region für die Aktion geworben, fleißig Tüten, Flyer und Plakate verteilt. „Viele machen mit“, freut sie sich. In Damm geht in der Bäckerei Brass das Brot über die Verkaufstheke, in Bedburdyck ist Lenders mit dabei, Mattheisen verkauft Brot für die Aktion in ihren Filialen in Jüchen und Aldenhoven, bei Weyers sind die Solibrote in Jüchen, Hochneukirch und Odenkirchen zu haben.

Für die Aktion wurden auch extra Brote kreiert

„Einige Bäcker backen extra für die Aktion ein Brot, andere stellen eine Spendenbox auf“, sagt Klaff. Für die zweite Variante hat sich Lenders entschieden. „Bei uns gibt es jedes Jahr ein Fastenbrot“, erzählt Junior-Chef Bastian Lenders (29). Auf der Verkaufstheke ist ein Brotkorb mit mehreren Laiben des Fastenbrotes appetitlich angerichtet. Gleich daneben steht eine Spendenbox mit einem leuchtend gelben Schild und roter Schrift. Das fällt auf. „Es gibt viele Leute, die auch Geld in die Box werfen, wenn sie das Fastenbrot nicht kaufen“, beobachtet Lenders immer wieder. Mit der Spendenaktion motiviert Misereor Bäcker, Schulen, Kindertagestätten und Vereine im ganzen Bistum, sich für die Entwicklungsländer zu engagieren.


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 05.03.2013

 
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