Kirche in der Region Mönchengladbach
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Die Kirche Herz Jesu in Bettrath

Dass Herz Jesu Bettrath(l.) nicht Pfarrkirche wird, enttäuscht viele Bettrather. Mit dem Namen der neuen Großpfarrei nach Therese von Wüllenweber (r.) gibt es keine Probleme.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 21/2012

Neue Großpfarrei in Neuwerk

Bettrath, Neuwerk und Uedding fusionieren 2014

In den Gottesdiensten wurde es den Gemeinden verkündet: Zum 31. Dezember werden die Pfarreien Herz Jesu Bettrath, St. Mariä Himmelfahrt Neuwerk und St. Pius X. Uedding aufgehoben und zu einer Großpfarrei „Maria von den Aposteln“ Neuwerk fusionieren.

Nicht alle sind mit der Entscheidung von Bischof Heinrich Mussinghoff einverstanden.

Die Nachricht aus Aachen stieß nicht auf ungeteilte Zustimmung. Im stummen Protest verließen die Bettrather Schützen nach der Bekanntgabe der Fusion den Gottesdienst. Neuwerk steht bei der Fusion im Mittelpunkt: Im Namen ist der Ortsteil im Osten Gladbachs vertreten, die neue Großpfarrei wird zu Ehren der Gründerin des Neuwerker Klosters, Therese von Wüllenweber, den Namen „Maria von den Aposteln“ bekommen. Und nun wird auch noch St. Mariä Himmelfahrt zur Pfarrkirche bestimmt.

Den Grund für den Unmut sieht Karl-Heinz Muhr, Kirchenvorstand von Herz Jesu Bettrath, vor allem in den falschen Erwartungen, die in Bettrath geweckt wurden. „Uns wurde klar signalisiert, dass Herz Jesu Bettrath Pfarrkirche wird“, sagt Muhr. Vor allem, dass der Eindruck entstanden sei, Herz Jesu werde geschlossen, habe die Menschen aufgewühlt. „Ich habe viele Anrufe von zornigen und weinenden Menschen bekommen“, erzählt Muhr. Dazu komme, dass es eine 100-jährige Tradition der Rivalität zwischen Bettrath und Neuwerk gebe.

Dass praktische Überlegungen zur Entscheidung des Bischofs geführt haben könnten, lässt Muhr nur bedingt gelten. „Es gibt verschiedene Sichtweisen, die für die eine oder andere Kirche sprechen“, sagt er. Ihm und seinen Kollegen vom Kirchenvorstand fällt nun die Aufgabe zu, die Gemüter wieder zu beruhigen. Das könnte schwierig werden: Einige Gemeindemitglieder haben Protest angekündigt und starteten bei der Kirmes Aktionen gegen die Entscheidung. Dass das etwas genützt hat, glaubt Muhr nicht. „Eine Entscheidung des Bischofs kippt man nicht“, sagt er.


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 25.05.2012

 
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