Kirche in der Region Mönchengladbach
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Das Leitungsteam der integreierten Kindertagesstätte in Mönchengladbach-Rheydt

Kati Lüke (2. v. l.), Leiterin der Interdisziplinären Frühförderung, und Dagmer Kraus (vorne), Leiterin der Heilpädagogischen Frühförderung, stellten zusammen mit ihrem Team die neuen Räume des Frühförderzentrums vor.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 44/2011

Gott ist jedes Kind ganz wichtig

Das Frühförderzentrum Rheydt für behinderte Kinder lud zur Einweihung seiner neuen Räume ein

In Rheydt wurden die neuen Räume für das Frühförderzentrum eingeweiht. Hier werden Kinder mit Schwer- und Mehrfachbehinderungen und ihre Familien von der Geburt an begleitet. Träger sind der Caritasverband und das Zentrum für Körperbehinderte.

Großzügige Räume, helle Böden, Wände und Decken, an der Wand hängt ein Bild mit einem lustigen Vogel, der eine Mischung aus Storch und Ente ist. Eine Galerie zeigt die Porträts der Therapeutinnen, die hier arbeiten. In den Räumen gibt es kleine Tafeln, Mini-Küchen, Spielzeug und Turngeräte. Alles sieht aus wie in einem freundlichen Kindergarten, der nur noch auf seine kleinen Besucher wartet. Nur die Schilder an den Türen deuten darauf hin, dass es sich hier um Therapieräume handelt.

„Es ist wichtig, dass diese Räume ansprechend aussehen“, sagt Kati Lüke, Leiterin der Interdisziplinären Frühförderung. „Die Eltern kommen hier mit Ängsten zu uns und denken, mit ihrem Kind stimme etwas nicht.“ Diese Ängste zu nehmen, die Kinder früh zu fördern, ihnen bei ihren ersten Schritten ins Leben zu helfen, ist die Aufgabe, der sich das Team des Frühförderzentrums stellt.

„Die neuen Räume bieten optimale Bedingungen für die Arbeit mit den Kindern und ihren Eltern“, sagt Frank Polixa, Geschäftsführer des Caritasverbands Mönchengladbach. „Die Zahl der Kinder, die Hilfe benötigen, wächst, obwohl man mit der demographischen Entwicklung etwas anderes erwarten würde.“ Mit den neuen Räumen hat sich das Frühförderzentrum Rheydt vergrößert.

Drei Therapieräume, zwei Räume für die Heilpädagogik, sowie Büro, Personalraum und Teeküche stehen dem zwölfköpfigen Team des Frühförderzentrums zur Verfügung. „An unserem früheren Standort im Elisabeth-Krankenhaus hatten wir ein Büro und zwei Therapieräume zur Verfügung“, berichtet Dagmar Kraus, Leiterin der Heilpädagogischen Frühförderung. „Aber wir durften ganz unbürokratisch die Infrastruktur dort benutzen.“

Die Geschichte des Frühförderzentrums begann 1969 mit der Einrichtung der „Tagesbildungsstätte für das behinderte Kind“ Am Kuhbaum. 1972 begann Marianne Krumm als erste Leiterin die Heilpädagogische Frühförderung aufzubauen. „1977 gab es einen Einschnitt im Caritasverband, als die Schulpflicht auch für behinderte Kinder eingeführt wurde“, berichtet Aloys Bushuven, Bereichsleiter im Caritasverband. So wurde aus der Tagesbildungsstätte ein Kindergarten und eine Schule.

 

Mit einem Beerenzweig wird eingesegnet

Rund 22 Jahre später übernehmen Dagmar Kraus und Anne Heister die Leitung der Heilpädagogischen Frühförderung. In dieser Phase beginnt auch die Zusammenarbeit des Caritasverbands mit dem Zentrum für Körperbehinderte.

Zwei Autos und ein Raum in der Paul-Moor-Schule, der als Thehrapieraum, Materiallager und Büro gleichzeitig diente, standen den Heilpädagoginnen damals zur Verfügung.

„Der Mensch ist Gottes Schöpfung und jedes Kind ist ganz wichtig“, betont Regionaldekan Ulrich Clancett bei der Einsegnung der Räume. Dabei muss der Geistliche ein wenig improvisieren. Weil er sein Aspergill vergessen hat, nutzt Clancett einen Beerenzweig aus einem Blumenstrauß, um die Räume mit Weihwasser zu benetzen.

 

Frühförderzentrum Rheydt

Dahlener Straße 15

41239 Mönchengladbach

Tel. 02166/9751672

 


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 28.10.2011

 
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