Kirche in der Region Mönchengladbach
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Die Kolpingfamilie präsentiert sich auf der Frühjahrsausstellung in Mönchengladbach

Norbert P. Brüggen, Norbert Schappe und Kurt Steinig eröffneten am Stand des Kolping-Stand der Bezirks die Frühjahrsausstellung in Mönchengladbach.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 09/2012

Werbung in Orange

Die Kolpingfamilie präsentiert sich auf der Frühjahrsausstellung

Die Kolpingfamilie präsentiert sich in Mönchengladbach auf der Frühjahrsausstellung im Nordpark. Ziel ist es, Präsenz zu zeigen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Das leuchtende Orange fällt auf. Passanten bleiben stehen, schauen auf die Fotos an der Wand, die die verschiedenen Ausbildungsstätten des Kolping-Bildungswerks im Bistum Aachen zeigen, und blättern in den Fotoalben. Norbert P. Brüggen, Norbert Schappe und Kurt Steinig haben Programm-Flyer ausgelegt, dazu gibt es Plätzchen.

„Seit die Frühjahrsausstellung im Nordpark stattfindet, sind wir hier vertreten“, sagt Brüggen. „Als ehemaliger Gesellenverein sind wir für so eine Handwerksmesse geradezu prädestiniert. Wir sind der einzige katholische Verein, der hier präsent ist.“ Eine gute Gelegenheit, das Angebot des Kolping-Bildungswerks Aachen sowie das ehrenamtliche Engagement innerhalb der Kolpingfamilie wieder mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. „Wir hören oft: ,Die Kolpingfamilie gibt es noch?’“, sagt Brüggen. Hier sei die Gelgenheit, zu zeigen, wie lebendig die Kolping-Idee auch heute noch ist.

Genau das ist das Ziel von Norbert Schappe (56) und Kurt Steinig. Die beiden sind Ausbilder in der Justizsvollzugsanstalt Heinsberg. Von Schwarzfahren und Betrug bis hin zu Mord und Totschlag reicht das Spektrum der Delikte, wegen derer die 16 jungen Männer in Steinigs Ausbildungsgruppe der Maler und Lackierer verurteilt wurden.

Das erfordert Nervenstärke. „Körperliche Präsenz ist nicht Voraussetzung, aber von Vorteil“, fasst der 60-Jährige knapp zusammen. Denn bei der Arbeit mit den Jugendlichen fängt Steinig bei den Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens an. „Das größte Problem ist die Disziplin“, sagt er. „Dass man freundlich miteinander umgeht, muss jeden Tag neu eingeübt werden.“ Das Bildungsniveau ist sehr niedrig, die emotionalen und sozialen Defizite sind groß.

 

Einblicke in das Kolping-Leben

Die Arbeit in der JVA ist ein Baustein im breiten Kolping-Spektrum: Erwachsenenbildung, Berufsorientierung und -vorbereitung sowie ein Jahresprgramm mit Bildungsveranstaltungen, Fußballabenden zur Europameisterschaft, Ausflügen und Pilgerfahrten werden angeboten. „Wir sind noch da“, sagt Norbert P. Brüggen ein bißchen stolz. Auf der Frühjahrsausstellung im Nordpark ist das nicht zu übersehen.

 


Von Garnet  Manecke

Veröffentlicht am 02.03.2012

 
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