Kirche in der Region Mönchengladbach
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Die Videoclip-Generation braucht neue Wege

… bei der HIV-Aufklärung - Aktionsparcours in Mönchengladbach

Bei allen medizinischen Fortschritten bleiben HIV und Aids eine tödliche Gefahr. Die Bedeutung von Prävention ist deshalb ungebrochen groß. Diese Vorbeugung muss nach einhelliger Einschätzung der Experten bereits bei Jugendlichen ansetzen. Die Vermittlung des Themas erfordert allerdings jugendgerechte Formen.

Kirchliche und nicht-kirchliche Einrichtungen in Mönchengladbach erprobten Ende November 2006 solche Formen. Im Jugendzentrum Step schleusten sie binnen vier Tagen insgesamt zwölf Klassen durch einen Aktionsparcours zu HIV und Aids. 250 Schülerinnen und Schüler näherten sich spielerisch dem Thema an.

Aidsseelsorger Klaus Bongartz zeigte sich beeindruckt von der Konzentration und der Kreativität, mit der die Mädchen und Jungen am Ball blieben. „Ich habe viel Ernsthaftigkeit erlebt“, berichtete er. Und dies, obwohl die Konzeption des Aktions-Parcours eine unbefangene Herangehensweise an das Thema Partnerschaft, Liebe und Sexualität förderte.

So hatten die Jugendlichen zum Beispiel die Aufgabe, Begriffe wie Eisprung oder Seitensprung durch Pantomime, Zeichnungen oder Sprache zu umschreiben. Bei der niedrigschwelligen Aufklärung über Verhütungsmethoden gab es auch Anschauungsmaterial. Mit diesem wurde vielfältig herumgespielt, sogar multimedial.

Jede Gruppe hatte nur zwölf Minuten Zeit an jeder Station, um sich mit den Aufgaben und Inhalten zu beschäftigen. Dabei kamen sie aber sehr gut mit den Präventionsfachleuten von Aids-Hilfe, katholischer Aidsseelsorge und anderen Akteuren ins Gespräch.

Auf diese Weise erreicht man die Vertreter der Viceoclip-Generation besser als mit langen Vorträgen, so die Einschätzung von Klaus Bongartz. Die Resonanz auf die von der Aktion Mensch geförderte Aktion war äußerst positiv. Es hatten sich mehr Schulen gemeldet, als in den vier Tagen bewältigt werden konnte. So wird es in 2007 sicher eine Neuauflage geben.

Der Aktionsparcours mit Glücksrad, Computerspiel, Büchsenwurf und vielem mehr kann von Schulen und Jugendeinrichtungen ausgeliehen werden. Klaus Bongartz vermittelt den Kontakt gerne. Der Aidsseelsorger ist erreichbar unter Tel. 02161/980633. Er kommt auch gerne in die Klasse und ins Jugendzentrum, zu Beratung und Diskussion.


Von Thomas Hohenschue

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