Kirche in der Region Mönchengladbach
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Frauenseelsorgerin Ingrid Scholz, Mönchengladbach

Mit Frauen aller Konfessionen und Religionen will Frauenseelsorgerin Ingrid Scholz über das Wirken der Elisabeth sprechen.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 46/2011

Elisabeth als Inspiration

Die Frauenseelsorge lädt zu einem Frauentag in die Citykirche ein

Mit nur 24 Jahren starb Elisabeth von Thüringen am 17. November 1231. Die junge Mutter von drei Kindern zog ein frommes Leben in Armut dem Prunk einer Landgräfin vor. Noch heute ist die junge Frau, die nur vier Jahre nach ihrem Tod heilig gesprochen wurde, für viele gläubige Frauen ein Vorbild.

Zum Namenstag der heiligen Elisabeth von Thüringen am 19. November lädt die Frauenseelsorge im Bistum Aachen Frauen zu verschiedenen Veranstaltungen ein. In Mönchengladbach hat Ingrid Scholz, Frauenseelsorgerin für die Region, zusammen mit Christina Bettin und Heike Hoberg, ein vielseitiges Programm in der Citykirche Mönchengladbach zusammengestellt.

Als Tochter des ungarischen Königs Andreas mit Gertrud von Andechs wurde Elisabeth schon im Alter von vier Jahren mit dem ältesten Sohn des Landgrafen Hermann von Thüringen verlobt. Die Vierjährige wurde nach Thüringen gebracht, um in der Familie ihres zukünftigen Ehemannes aufzuwachsen.

Von den Franziskanern beeinflusst, strebte Elisabeth schon während ihrer Ehe mit dem Landgrafen das Armutsideal an und verschenkte ihren kostbaren Schmuck und ihre Kleidung. Zudem setzte sie sich aktiv für Arme und Kranke ein und übernahm dabei auch schwere Arbeiten, die Frauen ihres Standes normalerweise mieden.

 

Facettenreiches Leben in Armut und Glauben

Ihr Verhalten trug ihr das Misstrauen der Hofgesellschaft ein. Nach dem Tod ihres Ehemannes 1227 entzog dessen jüngerer Bruder Heinrich Ras-pe Elisabeth die Ländereien und Einkünfte, die ihr Ludwig als Witwengut zugesichert hatte. Die junge Frau verließ daraufhin den landgräflichen Hof mit ihren Kindern. In ihren letzten drei Lebensjahren arbeitete Elisabeth als Spitalschwester in Marburg.

 

Inspiration für das eigene Leben und Engagement

Noch heute bewegt das facettenreiche Leben der heiligen Elisabeth von Thüringen im 13. Jahrhundert: Sie war Mutter, Ehefrau, Helferin der Bedürftigen und Rebellin. Elisabeth weckt Sympathie und reizt zum Widerspruch. Ihr Einsatz für die Armen war leidenschaftlich, umsichtig und zärtlich. Sie hat spirituelle und soziale Impulse gesetzt und entfaltet ihre Wirkung bis heute.

Auch Frauen in Mönchengladbach lassen sich in ihrem Engagement von der heiligen Elisabeth inspirieren. In einer Interviewreihe unter dem Titel „Heilig und sozial – Impulse für unseren Glauben und unser soziales Handeln“ sprechen Monika Bartsch, Vorsitzende der Gladbacher Tafel, Marianne Henkel, Vorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen, und Schwester Hildegard, Mitarbeiterin im Treff am Kapellchen, über ihre Arbeit. Mittelalterliche Musik, ein Vortrag über das Leben der Elisabeth sowie Impulse und Gebete runden den Elisabethtag, der Frauen aller Konfessionen und Religionen offen steht, ab.

 

 Info

Anmelden zum Elisabethtag am 19. November, 13.45 bis 18 Uhr, können sich Interessenten bei Ingrid Scholz, Frauenseelsorgerin, unter Tel. 02165/879614 oder per E-Mail ingrid.scholz@bistum-aachen.de.

 


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 14.11.2011

 
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