Kirche in der Region Mönchengladbach
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Mit den Menschen Weggemeinschaft leben

Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken bezieht konstruktiv kritisch Position zu den Umbauten im Bistum Aachen

Die Kirche im Bistum Aachen wird seit Jahren kräftig umgebaut. Der Diözesanrat der Katholiken begleitet diese Bauarbeiten konstruktiv kritisch. Sowohl die Statik als auch die Innenausstattung des neuen Gebildes sind ihm wichtig. Die Menschen sollen sich darin aufgehoben fühlen und Ehrenamtliche verantwortlich mitgestalten können.

Bei seiner Herbstvollversammlung am Dienstag, 28. Oktober 2008 in Mönchengladbach erörterte der Diözesanrat die aktuell aufgeworfenen Fragen. Wie die anderen diözesanen Räte ist auch das Laiengremium zurzeit aufgefordert, die Umbaumaßnahmen des Generalvikariats auf der Ebene der Kirche am Ort qualifiziert zu kommentieren.

Und diese Verantwortung als Beratungsgremium des Bischofs nimmt der Diözesanrat ernst, wie bei der Vollversammlung deutlich wurde. Differenziert wurden Chancen und Risiken der einzelnen Maßnahmen erörtert sowie Ergänzungen vorgenommen. Der Vorstand des Rates bündelt in Kürze die Einzelpositionen und gibt sie in die Beratung des Bischofs.

Vorab stellte der Diözesanrat den Teilnehmern seiner Vollversammlung ein Papier zur „Mitverantwortung und Beteiligung der Laien in der Kirche am Ort“ vor. In diesem Papier stecken unzählige Arbeitsstunden der beteiligten Werkstätten und doch zeigte sich, dass die Köpfe weiter rauchen müssen. Zu komplex ist das Gesamtszenario, zu vielfältig die Einzellagen in den verschiedenen Konstellationen vor Ort.

Die grundsätzlichen Linien fanden große Zustimmung. So macht in den Augen des Diözesanrats die sozialräumlich gegliederte Zusammenarbeit von Gemeinden, Verbänden, Einrichtungen und Initiativen großen Sinn. Ebenso unterstützt er den Ansatz des Pastoralkonzeptes, mit dem sich jede Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) ein verbindliches Programm gibt. Leitgedanke müsse die aufrichtige Weggemeinschaft mit den Menschen sein, die im Sozialraum leben, so der Rat.

Die Geister scheiden sich in der Frage, wer im Alltag einer GdG Leitungsverantwortung trägt und wie sie geteilt wird im Sinne eines partnerschaftlichen Miteinanders von Priestern, hauptberuflichen und ehrenamtlichen Laien. Diese Frage ist aber in den Augen des Diözesanrates von zentraler Bedeutung, um die neuen Strukturen mit Leben zu füllen.

Ein weiterer Knackpunkt neben diesen Fragen von Verantwortung und Mitgestaltung ist der Blick auf all die Orte, an denen sich christlicher Glaube heute entfaltet. Pfarreien und GdGs müssten künftig mehr Stützpunkt und Netzwerk für viele Gemeinschaften sein, die ihr Christsein in ihrem eigenen gesellschaftlichen Milieu leben, so die Vorsitzende des Rates, Renate Müller. Verbandsgruppen, soziale Initiativen und selbst organisierte christliche Gemeinschaften seien Kirche am Ort.

Diese kleinen Einheiten zu unterstützen, stelle sich jeder GdG als zentrale Aufgabe, hieß es in Mönchengladbach. Es gäbe leider genügend Beispiele unter den ersten Pastoralkonzepten, die einseitig auf die klassischen Seelsorgestrukturen fixiert seien. Hier forderte der Diözesanrat eine qualitätssichernde Begleitung und Inspiration der Akteure vor Ort ein.

Viele Aspekte spielten darüber hinaus eine Rolle bei den Beratungen in Mönchengladbach – etwa die Sorge, dass Ehrenamtliche in den neuen Strukturen noch stärker verschlissen würden als bislang. Denn die alten Strukturen bleiben, kirchen- und staatsvertragsrechtlich bedingt, in einigen Punkten parallel erhalten. Genug Stoff für weitere Diskussionsrunden – und der Rat wird sich diese Zeit für eine qualifizierte Beratung nehmen.

Näheres unter www.dioezesanrat-aachen.de .

Thomas Hohenschue


Von Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen

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