Kirche in der Region Mönchengladbach
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Rund um das Mönchengladbacher Münster wird eine Tange tafel aufgebaut

Rund um das Münster soll die Tafel für 500 Personen gedeckt werden.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 23/2014

Die Tafel für 500 Gäste

Team vom Monatsendessen lädt Pilger und Bedürftige ein

Das Team vom Monats- endessen deckt zur Heiligtumsfahrt den Tisch für 500 Menschen. Einmal rund um das Münster, Brunnenhof und Rathaus Abtei soll die Tafel reichen. Auf dem Speiseplan stehen Gulaschsuppe und Minestrone.

Wenn Wilhelm Oberließen und sein Team einmal im Monat den Tisch für Bedürftige aus Mönchengladbach decken, dann wird für 40 bis 70 Personen geschnippelt, gerührt und gekocht. Dafür stehen dem Team ein normaler Haushaltsherd und eine Kochplatte zur Verfügung. Für die große Tafel am 15. Juni reicht das bei weitem nicht. „Da bekommen wir Hilfe von einem Profi“, sagt Oberließen. Der bereitet in der professionellen Küche Gulaschsuppe zu. Wer kein Fleisch mag, wird sich über die Minestrone freuen. Fünf Ausgabestellen werden dafür eingerichtet. „Im Sommer vergangenen Jahres wurde zum 150. Geburtstag des Gründerzeitviertels die lange Kaffeetafel vom Adenauerplatz zum Schillerplatz gedeckt“, erinnert Oberließen. „Das fand ich so toll, dass ich dachte, etwas Ähnliches könnten wir zur Heiligtumsfahrt machen.“ Zumal die Aktion perfekt zum Leitwort „Du deckst mir den Tisch“ passt.

 

Am Wochenende sind Bedürftige allein

Fünf Jahre ist es her, dass das erste Monatsendessen stattfand. „Damals gab es im Pfarrgemeinderat eine Diskussion, was am Wochenende mit Menschen passiert, die wenig Geld haben“, erzählt Oberließen. „Unter der Woche gibt es viele Anlaufstellen, am Wochenende ist alles geschlossen.“ Besonders Obdachlose sind dann ganz auf sich allein gestellt. Auf die Frage, was Kirche in dieser Situation machen könne, sei das Monatsendessen die Antwort gewesen, sagt Oberließen. Jeden letzten Samstag im Monat, wenn das Haushaltsbudget ausgeschöpft ist, bieten die acht Ehrenamtlichen vom Monats- endessen Bedürftigen ein kostenloses Essen an. Liebevoll wird ein Buffet mit Vorspeise, Hauptgang und zum Dessert eine Nascherei aufgebaut. Ein Eintopf gehört jede Woche dazu – den mögen viele und besonders bei kalter Witterung wird die Wärme geschätzt. Dazu gibt es Salat, Brot und Aufschnitt.

 

Mit dem Karren zu den Marktbeschickern

Finanziert wird das Essen über Geld- und Sachspenden. Mit dem Karren geht Oberließen samstags über den Markt, kurz bevor die Händler die Reste einpacken. Was dann noch gebraucht wird, wird eingekauft.


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 06.06.2014

 
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