Kirche in der Region Mönchengladbach
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Bernd Buers, Geschäftsführer der Mönchengladbacher Heiligtumsfahrt, ging den Jakobsweg

Auch Widerstände sind beim Pilgern zu überwinden: In den Pyrenäen kämpfte Bernd Buers mit Schnee und Eis.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 01/2014

Wer pilgert, hat ein Ziel

Heiligtumsfahrt-Geschäftsführer Bernd Buers ging den Jakobsweg

Zur Heiligtumsfahrt im Juni werden rund 10000 Pilger in Mönchengladbach erwartet. Bernd Buers, Geschäftsführer der Heiligtumsfahrt, hat zur Vorbereitung selbst seine Schuhe geschnürt und ist den Jakobsweg gegangen.

 Bernd Buers hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, den Jakobsweg zu gehen. Vergangenes Jahr machte sich der 64-Jährige auf: 43 Tage unterwegs – ohne Telefon und Internet. „Ich habe mich mit dem Gedanken auf den Weg gemacht, ob es funktionieren könnte, sich über sechs Wochen ganz auszuklinken“, sagt er. Doch die romantische Vorstellung vom urbanen Pilgerweg wird auf dem Jakobsweg nicht erfüllt. „Der ganze Weg ist durchstrukturiert, in jeder Herberge werden die persönlichen Daten erfasst“, erzählt er. „Wenn man dann ein hüttenähnliches Haus in einem ganz kleinen Dorf betritt, erfolgt die Anmeldung voll elektronisch mit modernster Technik“, berichtet Buers.

Das ist das Wesen und der Reiz des Pilgerns: Der Blick wird geweitet und Vorurteile werden ad absurdum geführt. In Gemeinschaft wird ein Weg beschritten, jeder Schritt führt den Pilger seinem Ziel näher. Dabei ist er auch auf die Hilfe anderer angewiesen. Im Schnitt ist Buers 21 Kilometer am Tag gegangen, jede Etappe endete mit der Suche nach einer Herberge. Vom Startpunkt in Saint Jean-Pied-de-Pont (Frankreich) bis Santiago de Compostela hat er 802 Kilometer zurückgelegt – bei Schnee über die Pyrenäen, bei hochsommerlichen Temperaturen durch Spanien. Trotz des Abenteuerfaktors dient Pilgern vor allem der Besinnung und der Pflege der Beziehung zu Gott. „Man ist losgelöst von Zeit und Raum“, beschreibt Buers das Gefühl. So wird man auf sich geworfen, muss sich mit dem eigenen Wesen auseinandersetzen. Die Gastfreundschaft und Wertschätzung, die ihm auf dem Jakobsweg entgegen gebracht wurde, soll auch bei der Heiligtumsfahrt die Pilger begleiten. 


Von PM/Garnet Manecke

Veröffentlicht am 13.01.2014

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