Kirche in der Region Mönchengladbach
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Pläne des ausführnden Architektenbüros für die Citykirche Mönchengladbach

So soll die Citykirche nach der Innenraumsanierung neu erstrahlen. Für die richtige Beleuchtung und den Ton bei Konzerten wird es eine Bühnentechnik geben.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 20/2012

So wird die Citykirche

In vier Wochen beginnt die Innenraumsanierung

Zur Kulturnacht „Nachtaktiv“ am 16. Juni wird es die letzte Veranstaltung in der Citykirche am Alten Markt geben. Dann wird sie für fast zehn Monate geschlossen, weil der Innenraum saniert und für die Funktionen der Citykirche neu eingerichtet wird.

Die Verantwortlichen stellten die Pläne für die Citykirche nun der Öffentlichkeit vor.

Der Altar wird vier Meter nach hinten in der Apsis versetzt, so dass auf der Fläche genug Platz für Stühle zum Gottesdienst entsteht. Der Tabernakel bekommt seinen neuen Platz in der Antoniuskapelle direkt rechts vom Haupteingang vom Markt her, der weiter genutzt wird. Die Marienkapelle wird zum Büro für die Cityseelsorge, der Raum unter dem Kirchturm wird zum Versammlungsraum mit Küchenzeile. Die Technik für Beschallung und Beleuchtung sowie die Heizungsanlage werden erneuert, an der Südseite des Kirchenhauses werden sanitäre Anlagen und eine Garderobe angebaut, die Wände werden neu gestrichen. „Wichtig ist, dass bei allen Neuerungen die Kirche auch für die älteren Gemeindemitglieder nach wie vor als ihre Kirche erkennbar sein wird“, sagt Pfarrer Albert Damblon. Mit der Sanierung soll nicht nur die Substanz für die kommenden Jahre erhalten bleiben. Aber mit der Neugestaltung soll es auch möglich sein, verschiedene Veranstaltungen parallel stattfinden zu lassen. „An den Aufgaben der Citypastoral – Stille, Gebet, Kirche und Kultur – wird sich auch nach der Sanierung nichts ändern“, sagt Pastoralreferent Wolfgang Funke. „Aber die Kirche soll für die Veranstaltungen in Zukunft besser ausgestattet sein.“

 

Die alte Kirche soll auch nach der Sanierung noch erkennbar sein

Die Arbeiten werden von den Aachener Architekten Mathias Paulssen und Axel Schlimm sowie dem Bistumsarchitekten Hans Jürgen Röls geleitet. Ihre Pläne stellten die Architekten zusammen mit Vertetern der Pastoral und des Bauvereins Hauptpfarrkirche Mönchengladbach nun der Öffentlichkeit vor. Zur Kulturnacht in Mönchengladbach „Nachtaktiv“ wird am 16. Juni die letzte Veranstaltung in der Citykirche stattfinden. Dann wird die Kirche für die Inneraumsanierung geschlossen. „Wir werden versuchen, die Antoniuskapelle für das Gebet zu öffnen“, sagt Funke. Denn die Kapelle hat einen direkten Zugang vom Alten Markt aus, der zurzeit nicht genutzt wird.

Bei den Arbeiten wird auch mit der Hochschule Niederrhein kooperiert. Die Studenten vom Fachbereich Textiltechnik sollen einen transparenten Stoff entwickeln, der die Apsis an den Stufen vom übrigen Kirchenraum trennt. Dahinter sollen Altar und Apsis noch schemenhaft erkennbar sein. Dabei ist angedacht, das Gewebe auch für andere Zwecke noch nutzen zu können.

„An die Südwand kommen Wandbilderleisten für Kunstausstellungen“, erklärt Axel Schlimm. Am Haupteingang wird ein gläserner Windfang eingebaut, der den Kirchenraum auch nach außen hin öffnet. „Dadurch dass die Wände mit einem gebrochenen Weiß neu gestrichen werden, wird der Raum heller werden“, verspricht Mathias Paulssen. Unter der Orgelempore werden in zwei Boxen Stauräume für Stühle geschaffen. „Dadurch wird die Orgel optisch gehoben und betont“, sagt der Architekt. Die Orgel wurde bereits ausgebaut, weil durch die hohe Staubentwicklung während der Außensanierung das Instrument gefährdet war. Derzeit wird die Fischer-Orgel in der Mönchengladbacher Orgelwerkstatt von Martin Scholz gereinigt und saniert.

Allein die Orgelsanierung kostet 91000 Euro, die vom Bauverein gespendet werden. Für die Sanierung und die Umbauarbeiten im Innenraum sowie den Bau der sanitären Anlagen an der Südwand werden die Gesamtkosten auf 1,7 Millionen Euro kalkuliert. Davon werden die substanzerhaltenden Arbeiten in Höhe von gut einer Millionen Euro vom Bistum mit 370000 Euro aus Kirchensteuermitteln bezuschusst. Der Umbau zur Citykirche wird vom Bistum mit 600000 Euro unterstützt.

 

Parallel wird die Südfassade für insgesamt 420000 Euro saniert

Während im Kirchenraum die Gerüste aufgestellt werden und die Handwerker beginnen, laufen die Sanierungsarbeiten an den Außenmauern weiter. Im siebten Bauabschnitt werden die marode Südwand mit 1200 Nadeln stabilisiert und das Außenmauerwerk mit dem Zinnenmauerwerk verbunden. Rund 420000 Euro wird die Sanierung der Südfassade am Ende kosten. „Darüber, dass wir von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eine Betrag von 50000 Euro bekommen haben, sind wir deshalb sehr froh“, sagt Dirk Heinemann vom Bauverein-Vorstand.

www.citykirche-mg.de

www.bauverein-hauptpfarrkirche.de


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 20.05.2012

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