Kirche in der Region Mönchengladbach
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Schüler der Dahlener Schule präsentieren ihre Kunstwerke

Stolz zeigen die Jugendlichen der Förderschule ihre Arbeiten. Die Betonköpfe und Bilder der Schüler hat eine Galerie bereits in einer Ausstellung präsentiert.

Vollbild

 
 

 

Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 29/2011

In der Kunst eine Sprache finden

Seit zwei Jahren existiert an der Förderschule Dahlener Straße in Mönchengladbach ein Kunstprojekt

In einem Kunstprojekt haben die Schüler der Förderschule Dahlener Straße eine neue Form gefunden, ihre Gefühle und Ansichten auszudrücken.

Die Qualität der Arbeiten der Schüler mit geistigen, körperlichen oder Lernbehinderungen ist so gut, dass sie ihre Werke bereits in einer Mönchengladbacher Galerie präsentieren durften.

 

Mit Betonköpfen kennen sich die Schüler der Förderschule Dahlener Straße gut aus. In ihrem Atelier haben sie fünf davon gefertigt. Dafür haben sie künstlerisches Handwerk erlernen müssen. Unter der Anleitung ihrer Lehrerin Felicitas Wagner und dem Künstler Vaago Weiland haben sie sich mit Materialien wie Ton vertraut gemacht, um die Formen für die Köpfe zu fertigen. Sie sind in die Geheimnisse von Proportionen und Aufbau vorgedrungen und haben verschiedene Gesichtsausdrücke ausprobiert. Am Ende waren die Betonköpfe der Mittelpunkt einer Ausstellung.

Vor gut zwei Jahren haben Felicitas Wagner und Vaago Weiland das Kunstprojekt an der Förderschule in Gang gebracht. „Über die Kunst lernen die Jugendlichen Eigenschaften wie Respekt, Disziplin und etwas miteinander zu erreichen“, zählt Weiland die Ziele auf. Fünf Kunstgruppen mit Kindern und Jugendlichen im Alter von neun bis 20 Jahren gibt es inzwischen an der Förderschule.

Ihr Atelier haben die Schüler in ehemaligen Sanitärräumen gefunden. Die haben sie mit Farbe aufgepeppt. Wo früher Waschbecken und Toiletten waren, stehen heute Staffelei und große Tische, an denen die Jugendlichen arbeiten. „Die Schüler sind von der Plastik zur Malerei gekommen“, sagt Felicitas Wagner. Als erstes sollten sie aus Ton frei formen, um sich mit dem Material auseinanderzusetzen. Stück für Stück lernten sie künstlerische Techniken. „Die Schüler sehen mit jedem Schritt ein Ergebnis, sie lernen, dass sie etwas können“, sagt Wagner.

Für die Jugendlichen, die zum Teil aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammen und Gewalt erfahren haben, ist das ein wichtiger Schritt. Die Arbeit in einer Atmosphäre des Respekts hat Folgen: „Die Schüler sind über Stunden hochkonzentriert bei der Arbeit“, beobachtet Wagner. Die Bilder der Schüler sind alle Gemeinschaftsarbeiten. Sie zieren die Räume der Schule und werden verkauft, um Materialien für das Projekt zu finanzieren.

Wie fit die Schüler in Sachen Kunst sind, erfahren sie zurzeit in einer Kooperation mit einem Berufskolleg in Krefeld. „Da sind unsere Schüler die Stärkeren, die ihre Erfahrungen an die Regelschüler weitergeben“, sagt Wagner.

 

Mehr Info zum Projekt unter:

www.fs-dahlenerstrasse.hsnr.de

 


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 21.07.2011

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