Kirche in der Region Mönchengladbach
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Schülerin führt indischen Tempeltanz bei Nacht der offenen Gotteshäuser Mönchengladbach auf

Anusya Pathmanathan (16) zeigte einen tamilischen Tanz.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 43/2011

Glauben anders erleben

Die Nacht der offenen Gotteshäuser stieß auf großen Besucherzuspruch

Zum ersten Mal wurde die „Nacht der offenen Kirchen“ zur“ Nacht der offenen Gotteshäuser“ erweitert. 26 christliche, muslimische und jüdische Gotteshäuser öffneten ihre Türen.

In Führungen, Diskussionen, Vorträgen und Konzerten sowie Gottesdiensten wurden einzelne Aspekte der unterschiedlichen Glaubensrichtungen vorgestellt. Abraham macht Faxen. Während des Auszugs aus Ur springt er ein wenig herum. Neben ihm kichert Sara. „Nico, nicht so albern“, klingt eine freundlich-bestimmte Ermahnung durch den Kirchenraum von St. Maria Rosenkranz. Der Achtjährige mäßigt seine Schritte, neben ihm schreitet Miriam (8) in der Rolle der Sara. Rund 40 Kinder christlichen und muslimischen Glaubens spielen und basteln in St. Maria Rosenkranz.

Im April haben die Kinder der Pfarre St. Vitus die Moschee an der Neusser Straße besucht. Jetzt lernen die muslimischen Kinder, was den christlichen Glauben ausmacht. Während die Kinder noch in ihrer Geschichte leben, stellen am großen Basteltisch Claudia Loos, Erzieherin im Familienzentrum Genesis, und Aisal Yaramis kleine Schriftrollen her, die später von den Kindern bemalt und beschrieben werden können. Der Kindernachmittag eröffnet in St. Maria Rosenkranz die Nacht der offenen Gotteshäuser.

 

Der interreligiöse Dialog steht im Mittelpunkt

Besonders der interreligiöse Dialog steht in vielen Häusern im Mittelpunkt des Programms. In der Diyanet-Moschee erzählen Jugendliche beim Teetrinken vom Islam und was er ihnen bedeutet. Danach machen sich die Besucher in einem Spaziergang durch die sternklare Nacht zur Jugendkirche in Rheydt auf, um dort über den christlichen Glauben zu sprechen. Auch in der Synagoge ist der Besucherandrang groß. Weit über 100 Besucher drängeln sich im Gebetsraum, um mehr über das Judentum zu erfahren.

Interkulturell ist die Nacht in Otzenrath. Im Rhythmus der Musik ist das kleine Schellen der Glöckchen an den Fußgelenken von Anusya Pathmanathan zu hören. Die 16-Jährige führt in der Kapelle Otzenrath einen tamilischen Tanz vor, der Krishna gewidmet ist. Auf einem Plakat an der Wand steht „Nachbarschaft ohne Vorurteile“. In Otzenrath gehören dazu nicht nur Märchen aus der Türkei und Afrika. Das Buffet lockt mit tamilischen und türkischen Spezialitäten.

Wie groß das Interesse an den anderen abrahamischen Religionen ist, zeigt der Zuspruch für den Abrahamischen Kalender. In vielen Gotteshäusern liegt er kostenlos aus; ein Angebot, das die Besucher gern annehmen.

 


Von Garnet Manecke

Veröffentlicht am 23.10.2011

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