Kirche in der Region Mönchengladbach
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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 15/2015

Flüchtlingen beim Start helfen

SKM und Forum suchen ehrenamtliche Paten

Zurzeit sind knapp 1400 Flüchtlinge in Mönchengladbach untergebracht – so viele wie Ende der 1990er Jahre nicht mehr. Flüchtlingspaten sollen ihnen die Orientierung erleichtern. Für Freiwillige bieten der SKM Rheydt und das Katholische Forum Qualifizierungs-Workshops an.

In Mönchengladbach, Korschenbroich und Jüchen kümmern sich viele Bürger um Menschen, die aus ihrem Land fliehen mussten. Insgesamt 430 Frauen und Männer haben sich gemeldet, um Flüchtlingen als Paten zur Seite zu stehen. Sie werden mehr denn je gebraucht. Mit zurzeit knapp 1400 hat die Zahl der Flüchtlinge in Mönchengladbach ihren Höchststand seit Ende der 1990er Jahre erreicht. Die Stadt rechnet mit einem weiteren Anstieg. Darauf bereitet sie
sich mit der Einrichtung zusätzlicher Unterkünfte vor. Zurzeit sind drei Wohnanlagen mit insgesamt 320 Plätzen im Bau. Auch aus dem Ausweich- Theater im Nordpark (TiN) wird eine Flüchtlingsunterkunft mit 100 Plätzen.

Entsprechend dringend werden ehrenamtliche Paten gesucht. Mit ihrem Engagement helfen sie den Flüchtlingen, eine erste Orientierung in einer vollkommen fremden Umgebung und Kultur zu finden. Für ihre Aufgaben sollen die Ehrenamtlichen speziell qualifiziert und gestärkt werden. Dabei schöpfen SKM und Katholisches Forum aus ihren Erfahrungen bei der Ausbildung von Integratonsbegleitern in den vergangenen Jahren. Auf Basis dieser Arbeit haben sie sieben Workshops für die angehenden Paten entwickelt. Dabei geht es um die rechtliche Situation der Flüchtlinge, die eigene Rolle im Ehrenamt, die Prävention sexueller Gewalt, um Strukturen und Netzwerke, die Lebenswirklichkeit geflüchteter Menschen in Deutschland, die interkulturelle Sensibilisierung und den Erfahrungsaustausch.

Durchgeführt werden die Workshops in Zusammenarbeit mit der Stadt und anderen Trägern. Pro Workshop ist ein Zeitumfang von vier Stunden vorgesehen, die Zahl der Teilnehmer ist pro Kurs auf 15 begrenzt. Um einen direkten Bezug zur Praxis herzustellen, werden die Workshops möglichst in der Nähe der Flüchtlingsunterkünfte stattfinden.

Kontakt: Maria Nickel unter Telefon 0 21 66/1 30 97 43 und Helmut Keymer unter 0 21 61/98 06 58.


Von KirchenZeitung für das Bistum Aachen

Veröffentlicht am 13.04.2016

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