Kirche in der Region Mönchengladbach
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Christian Dahm (vierter von links) von der Energieagentur NRW erläutert, worauf bei Kirchbauten zu achten, wenn dort Energie eingespart werden soll.

Christian Dahm (vierter von links) von der Energieagentur NRW erläutert, worauf bei Kirchbauten zu achten, wenn dort Energie eingespart werden soll.

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Energisch sparen – und zwar Energie und Geld!

Diözesanrat und Katholikenräte setzen Impulse durch ersten regionalen Energiespartag im Bistum Aachen

Konkrete Maßnahmen zur Einsparung von Energie und damit auch von Finanzmitteln standen am Samstag, 8. März 2008, im Mittelpunkt des Interesses beim „Regionalen Energiespartag“ in Wegberg. Mehr als 60 Frauen und Männer aus den Pfarrgemeinden und Gemeinschaften von Gemeinden in den Regionen Mönchengladbach und Heinsberg waren der Einladung der regionalen Katholikenräte und des Diözesanrats gefolgt.

Christian Dahm von der Energie-Agentur NRW gab in einem einführenden Vortrag einen Überblick, welche Einsparungen von Energie in Form von Wärme oder Energie bei genauerer Betrachtung kirchlicher Liegenschaften möglich sind. In den anschließenden Workshops wurde deutlich, dass in vielen Gemeinden längst ein Anfang gemacht wurde. Kaum eine, die nicht zumindest schon Überlegungen angestellt hat, wie ein eigener Beitrag zum Energiesparen aussehen könnte.

In den Erfahrungsberichten wurde aber auch Kritik geäußert, teilweise sogar mit spürbarem Unmut: So berichteten Mitglieder von Kirchenvorständen über Verzögerungen und Behinderungen sowohl durch die zuständige Abteilung in der bischöflichen Verwaltung als auch durch die Denkmalschutzbehörde. Letztere, so war aus den Berichten zu schließen, lege bei ihren Beurteilungen subjektive ästhetische Kriterien zugrunde. Denn in einem Fall (Wegberg-Beek) hatte bereits die Genehmigung für die Installation einer Photovoltaik-Anlage vorgelegen, als es zum Personalwechsel in der Behörde kam, in dessen Folge zusätzliche Auflagen unter erheblichem Anstieg der Kosten gemacht wurden.

Von der Bistumsverwaltung erhoffen sich die Teilnehmenden am Energiespartag in Zukunft tatkräftige Unterstützung, wenn es im Zuge von Renovierungen und Instandhaltungmaßnahmen darum geht, den Aspekt des Energiesparens zu berücksichtigen. Nach bisherigen Erfahrungen ist das Gegenteil der Fall: Teilweise erfolgen Bescheide sehr spät oder gar nicht, in anderen Fällen werden eher Bedenken vorgetragen als argumentative Schützenhilfe (z. B. gegenüber der Denkmalschutzbehörde) geleistet.

Franz Michels, Geschäftsführer des Diözesanrats, wertete zum Abschluss der Veranstaltung den Tag als Erfolg; er habe gezeigt, wie groß das Interesse am Energiesparen in der Kirche am Ort sei. Dabei wäre für ihn deutlich geworden, dass es nicht nur um finanzielle Einsparungen, sondern immer auch um das Anliegen der Bewahrung der Schöpfung gehe. Wie beides gehen könne, hatte zuvor Reiner Lövenich aus der Werkstatt „Umwelt und Natur“ des Diözesanrats aufgezeigt. Alleine die systematische Analyse, beispielsweise mit Unterstützung des Vereins zur Förderung kirchlicher Umweltberatung (FKU), könne schon zu Einsparungen von fünf bis 15 Prozent führen; einer Photovoltaik-Anlage auf dem Kirchdach kommt neben dem Spareffekt eine ganz besonderer Symbolkraft zu.

Mit dem Energiespartag in Wegberg setzte der Diözesanrat gemeinsam mit den Katholikenräten aus den Regionen Mönchengladbach und Heinsberg Impulse für mehr Klimaschutz im Bistum Aachen. Das gleiche Ziel verfolgt er mit der neuesten Ausgabe seiner Zeitschrift „Überblick“, die Möglichkeiten systematischen Umweltmanagements aufzeigt, und mit dem gerade gestarteten umWeltpreis 2008, der innovative Energieinitiativen auszeichnen will. Näheres unter www.dioezesanrat-aachen.de .

Stephan Miethke


Von Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen

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