Kirche in der Region Mönchengladbach
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Ingrid Scholz, Frauenseelsorgerin für de Region Mönchengladbach

Blumen und farbenfrohe Bilder kennzeichnen die Arbeitsumgebung von Ingrid Scholz.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 13/2012

Die Frauen stärken

Ingrid Scholz: Frauenseelsorgerin für die Region Mönchengladbach

Den Kontakt mit Gott kann man auf viele Arten herstellen, findet Ingrid Scholz. Seit einem halben Jahr ist sie als Frauenseelsorgerin in der Region Mönchengladbach aktiv. Ihr primäres Ziel bei dieser Aufgabe ist es, Frauen zu stärken und zu vernetzen.

In der Kirche hat sich Ingrid Scholz schon als Jugendliche engagiert. In ihrem Heimatort Nettetal-Lobberich hat sie in der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) Aachen gearbeitet und dort mit anderen eine eigene Gruppe gegründet. „Nach der eigenen Firmung in der alten Kirche mitarbeiten zu können und die Jugendmessen mit vielen Jugendlichen, aber auch älteren Menschen gemeinsam zu gestalten, habe ich als großes Glück empfunden“, sagt Ingrid Scholz. Da hat sie zum ersten Mal gemerkt, dass Theologie und Gottesglauben auch hilft, die Gesellschaft zu gestalten. Nach dem Abitur entschied sie sich trotzdem für ein Studium von Geschichte und Deutsch auf Lehramt. „Erst in den ersten zwei Semestern wurde ich darauf aufmerksam, dass es auch Diplom-Theologen gibt“, sagt sie. Ihr Grundstudium schloss sie noch ab, dann wechselte sie zur Theologie.

„Das war eine spannenden Zeit“, erinnert sich Scholz. „Als studentische Hilfskraft habe ich im Kirchenrecht gearbeitet. Das war sehr pastoral-theologisch.“ Ingrid Scholz wusste, dass sie auf dem richtigen Weg war. Mit ihrem Diplom bewarb sie sich in der Gemeindearbeit.

Rund 20 Jahre ist das jetzt her. Ihre jugendliche Begeisterung aber hat nicht im geringsten abgenommen. „Nach wie vor begeistert mich an meinem Beruf, dass man über sehr viele unterschiedliche Angebote und Veranstaltungen in Kontakt mit Menschen, aber auch mit dem eigenen Leben kommt“, sagt sie. Dabei probiert Scholz auch neue Formen aus. Beim Laufen ist ihr der Gedanke gekommen, dass der meditative Aspekt des Ausdauersports und die Verschmelzung mit der Natur dazu einladen, hier mit Gott in Kontakt zu kommen. Daraus hat sie ein Lauf-Angebot für Frauen gemacht. „Das ist sehr gut angenommen worden. Ich habe schon sehr viele Anfragen“, freut sich Scholz.

Auch verschiedene Gottesdienstformen probiert sie gerne aus. „Da erlebt man echte Sternstunden“, ist ihre Erfahrung. Als Frauenseelsorgerin ist es ihr ein Anliegen Frauen zu vernetzen und zu stärken. „Viele Frauen sind zwischen Familie, Beruf und ehrenamtlichem Engagement hin- und hergerissen“, beobachtet die Mutter von Zwillingen. „Das betrifft auch junge Frauen, die im Studium sind.“ Ihnen zwischen diesen drei Polen Auszeiten anzubieten, in denen sie wieder neue Kraft tanken können, ist ihr ein Herzensanliegen.


Von Garnet  Manecke

Veröffentlicht am 02.04.2012

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