Kirche in der Region Mönchengladbach
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Beim Pilgern gehört der Weg zum Ziel

Über 10000 Frauen, Männer und Kinder werden sich im Juni auf den Weg nach Mönchengladbach machen.

Ihr Ziel ist das Mönchengladbacher Münster, in dem während der Heiligtumsfahrt vom 13. bis 19. Juni ein Stück des Abendmahlstuchs präsentiert wird.  Für die Pilger haben die Organisatoren drei besonders schöne Routen ausgearbeitet, über die sie die Basilika auf dem Abteiberg aus drei Himmelsrichtungen erreichen können.

Was ist der Unterschied zwischen Wallfahrt und Pilgern? Diese Frage stand am Anfang. „Beim Pilgern gehört der Weg zum Ziel“, sagt Achim Hoeps, pastoraler Mitarbeiter im Büro der Regionaldekane für Mönchengladbach und Heinsberg. Wer sich auf den Pilgerweg macht, geht meist zu Fuß oder wählt das Fahrrad. Mit der Bewegung des Körpers wird auch der Geist auf neue Pfade gebracht. „Man setzt sich dabei mit sich selbst und der Natur auseinander“, sagt Hoeps.

Gerade die Region rund um Mönchengladbach zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus. Über Dörfer und Feldwege geht es, durch Wald und Parks direkt in die Stadt. „Die Heiligtumsfahrt ist ein Ereignis für das Nordbistum, deshalb wollten wir die Menschen in den an Gladbach angrenzenden Regionen ebenfalls einladen“, sagt Hoeps. So haben er und sein Team drei Wege ausgearbeitet, die von Norden, Osten und Westen zum Münster führen. Wer sich in Ost oder West auf den Weg zur Heiligtumsfahrt macht, kommt am Fuße der großen Treppe am Geroplatz aus. Von dort steigt er die 100 Stufen zum Münster empor. Pilger aus dem Norden führt die Tour über den Alten Markt an der Citykirche vorbei zum Münster.

Nicht nur landschaftlich haben die Wege dem Pilger einiges zu bieten. Die drei Routen erzählen auch auf ganz unterschiedliche Weise die Stadtgeschichte. Im Wallfahrtsort Hehn liegt der Startpunkt i Westen. Von der Wallfahrtskirche St. Maria Heimsuchung führt die Strecke über den Nordpark bis in den Stadtteil Waldhausen. Hier hat der Pilger dann die Wahl zwischen vier Varianten des weiteren Pilgerwegs. Je nachdem welche er wählt, erfährt er etwas über die Entstehung der katholischen Sozialvereine, wenn er am Gründungsort des Volksvereins für das katholische Deutschland und am TaK, dem Treff am Kapellchen, vorbei kommt. Eine andere Variante führt durch die textile Industriegeschichte der Stadt, vorbei an alten Fabrikgebäuden.

Von Norden kommend begegnet der Pilger der Kloster-Tradition Gladbachs. Der Weg führt von der Kapelle Klein-Jerusalem bei Neersen in Richtung Bettrather Dyck und Lockhütte zum Franziskaner Kloster am Bunten  Garten. „Hier in der Kirche finden auch einige Veranstaltungen zur Heiligtumsfahrt statt“, sagt Hoeps. „Der Weg liegt vor allem im Grünen.“

Auch von Korschenbroich geht es mitten durch die Natur durch den Wald. „Auf dieser Route kommt man in der Stadt direkt an der früheren Kirche Herz Jesu Pesch vorbei, in der sich jetzt Wohnungen befinden“, sagt Hoeps. Auch das ist ein Teil der jüngsten Kirchengeschichte in Mönchengladbach.

Die Wege sind zwischen 5,5 und zwölf Kilometer lang und sowohl für Fußpilger als auch für Radfahrer geeignet. „Dabei ist jeder eingeladen, auch seinen eigenen Pilgerweg zu finden, sagt Hoeps. Oder sich Führungen anzuschließen, wie sie zum Beispiel am 14. Juni vom Kloster Neuwerk angeboten werden. An diesem Tag begleitet Hans Grüter die Pilger zur Heiligtumsfahrt im Münster.

Die Wegbeschreibungen für die Routen können bei Herrn Achim Hoeps, Büro der Regionaldekane, Tel.: 02161 980611 oder von der Homepage der Heiligtumsfahrt unter www.heiligtumsfahrt.de abgerufen werden.


Von Monika Herkens

Veröffentlicht am 16.04.2014

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